jüdisch:

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Oktober '97
Shmuel sitzt in der Straßenbahn in Berlin, es ist tiefster Winter, und das Fenster neben seinem Sitz ist halb
offen. Der Fahrgast hinter ihm friert und tippt Shmuel auf die Schulter: "Würden Sie bitte das Fenster
zumachen, es ist kalt draußen!"
Keine Reaktion. Er probiert's nochmal, und nochmal, jedesmal mit mehr Nachdruck. Schließlich genervt ob so
viel Freundlichkeit, lehnt sich der kalte Fahrgast über die Sitzlehne und schmeißt das Fenster selbst zu.
Shmuel: "Und jetzt ist es warm draußen?...."
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Juli '97
Der Rekrut Salomonsohn beschwert sich bei seinem Korporalschaftsfuehrer, man habe ihm ein Stueck Speck
aus dem Spind gestohlen. Dieser laesst die Korporalschaft antreten und fragt: "Wer von euch hat dem Juden den
Speck gestohlen?", dann, sich besinnend: "Aber hoeren Sie mal, Sie als Jude duerfen doch keinen Speck essen!"
"Ich hab ihn auch nicht zum Essen, Herr Unteroffizier! Ich brauch ihn nur, wenn ich mer hab 'n Wolf gelaufen.
Dann reib ich mir die Kimme damit ein."
Da tritt der Stubengefreite vor und meldet: "Herr Unteroffizier, Musketier Meier zwei kotzt..."
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Der Vater einer Ehefrau beschwert sich beim Rabbi, dass der Schwiegersohn seine Tochter schlaegt. Kurz darauf
kommt der Rabbi dazu, wie dieser Vater diese Tochter verpruegelt. Da fragt der Rabbi was das soll, er habe sich
doch darueber beschwert, dass der Schwiegersohn diese Tochter schlaegt.
Da meint der Vater: "Schlaegt er meine Tochter, schlag' ich seine Frau!"
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Kommt eine Frau zum Rabbi und beschwert sich, dass ihr Mann sie so oft schlaegt. Der Rabbi fragt genauer
nach und es kommt heraus, dass ihr Mann ein Taugenichts und Trunkenbold ist. Der Rabbi denkt nach, und
sagt dann:
"Im Talmud steht, dass ein Mann seiner Frau etwas von dem geben soll, was er verdient. Deshalb verstehe ich
nicht, was Du hast, gute Frau. Dein Mann verdient Pruegel und er gibt Dir Pruegel..."
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Mai '97
"Rabbi, gibt es ein absolut sicheres Mittel, daß die Frau nicht schwanger wird?"
"Gibt es: Ein Glas Wasser trinken!"
"Vorher - oder nachher?"
"Anstatt..."
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Moses will sich beim ZDF als Nachrichtensprecher bewerben. Leider stottert er sehr stark. Er geht also mit
David zum Vorsprechen. David wartet vorm Studio bis Moses betrübt wieder herauskommt.
"Nun, Moses, haben sie dich genommen?", fragt David gespannt.
Antwortet Moses: "n-n-neiin, a-a-all-lle-es A-A-Antis-s-semiten..."
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Es soll eine neue Synagoge gebaut werden. Die Bauarbeiten sind in vollem Gange. Da beschließt der
Oberrabbiner, die Baustelle doch einmal zu besichtigen. Als sie sich der Baustelle nähern, hört man schon von
ferne ein lautes Gemurmel.
Darauf der Rabbiner: "Das sind aber fromme Leute, selbst bei dieser harten Arbeit die ganze Zeit am Beten..."
Als sie näherkommen sehen sie eine Kette von vielen Bauarbeitern, die einzelne Ziegelsteine weiterreichen:
"Hier Herr Professor!"
"Danke Herr Doktor!"
"Hier Herr Professor!"
"Danke Herr Doktor!..."
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Ein koscheres Restaurant. Im Schaufenster hängt ein Bild von Moses. Ein galizischer Jude tritt herein - was
sieht er? Der Kellner ist glatt rasiert (nach jüdischem Ritus verboten!) Der Jude fragt mißtrauisch: "Ist das hier
wirklich koscher?"
Kellner: "Natürlich, sehen Sie nicht das Bild von Moses im Fenster hängen?"
Der Jude: "Das schon. Aber offen gestanden: Wenn Sie im Fenster hängen und Moses servieren würde, dann
hätte ich mehr Vertrauen."
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Ein Rabbi im Restaurant. Er bestellt sich eine Suppe. Der Kellner bringt diese und stellt sie auf den Tisch. Er
dreht sich um und will gehen, da spricht ihn der Rabbi an: "Probieren sie mal die Suppe!"
Kellner: "Kein Problem, wenn die Suppe zu kalt ist, tausche ich sie aus."
Rabbi: Nein, nein, probieren Sie sie selber mal!
Kellner: Aber, mein Herr, ist gar kein Problem, ich bringe Ihnen eine neue, wunderbar frisch und warme Suppe.
Rabbi: Probieren Sie!
Kellner: Also...
Rabbi: Probieren, habe ich gesagt!
Der Kellner setzte sich: "Wo ist denn der Löffel?"
Rabbi: "Eben!"
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Ein Rabbi ärgert sich darüber, dass viele der Gläubigen ohne Käppi in die Synagoge kommen. Also schreibt er an
den Eingang:
"Das Betreten der Synagoge ohne Kopfbedeckung ist ein dem Ehebruch vergleichbares Vergehen."
Am nächsten Tag steht darunter:
"Hab ich probiert. Kein Vergleich!."
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Fragt der katholische Pfarrer den Rabbi:
Wann wirst Du endlich Schweinefleisch essen?
Sagt der Rabbi : Auf ihrer Hochzeit, Hochwürden!
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Ein Priester trifft einen Rabbi und sagt:
"Du, Rabbi, ich habe heute nacht geträumt, ich war im jüdischen Himmel. So viele Leute! Ein Geschrei und
Gestank nach Knoblauch! Nicht auszuhalten!"
"Ja," sagt der Rabbi, "Mir hat heute nacht auch geträumt, ich war im katholischen Himmel. Eine himmlische
Ruhe! Wohlgerüche! Und kein Mensch da..."
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Ein katholischer Priester, ein evangelischer Pastor und ein jüdischer Rabbi wohnen nebeneinander in einer
Straße. Eines Tages hat der katholische ein funkelnagelneues Auto vor der Tür stehen. "Donnerwetter", denkt
sich der evangelische, "das kann ich auch", und hat am nächsten Tag auch einen neuen Wagen vor der Tür. Der
Rabbi sieht's und hat ebenfalls tags drauf ein neues Auto.
Am nächsten Wochenende sieht der evangelische Pastor, wie der katholische mit einem Eimer Wasser zu seinem
Auto geht und ihn drübergießt. "Klar", denkt er sich, "muß sein." Also geht auch er mit einem Eimer Wasser zu
seinem Auto und gießt ihn drüber. Nachdem der Rabbi das alles gesehen hat, denkt er kurz nach, holt eine
Eisensäge, geht zu seinem Auto und sägt ein Stück vom Auspuff ab...
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Ein Sowjetischer Jude besucht seine Verwandten in Israel und vor der Rückreise verabreden sie sich, wenn er in
die Sowjetunion zurückkommt, wird er die Briefe mit blauer Tinte schreiben, falls es ihm gut geht und mit
grüner Tinte, falls das Leben unerträglich wird, da die Postkorrespondenz in der Sowjetunion perlustriert
worden sein soll. Der erste Brief kommt mit blauer Tinte geschrieben:
"Das Leben bei uns ist wunderschön, man kann alles kaufen, was man will, außer vielleicht grüner Tinte..."
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